Kreislaufwasseraufbereitungsanlagen für Waschanlagen

Wenn heute von Wasserrecycling im Bereich Wasch-, Betriebs- und Werkstattwasser die Rede ist, ist es nicht mehr nur der Umweltgedanke allein, sondern die stetig steigenden Sachzwänge, wie z. B. behördliche Vorschriften, Wasserpreise und Entsorgungskosten, die eine intensive Wassernutzung zwingend notwendig machen. Bei maschinellen Fahrzeugwaschanlagen ist die Kreislaufführung des Waschwassers vorgeschrieben.

wasseraufbereitungsanlage

Verfahrensablauf

Das vom Waschplatz kommende verunreinigte Waschwasser wird dem Schlammfang zugeführt, in dem grobe Schwebstoffe sedimentieren. Durch Zudosierung von Flockungsmitteln wird eine verstärkte Ausfällung von Schwebstoffen/Schmutzpartikeln erreicht. Aus dem Schlammfang fließt das Medium in ein Phasentrennbecken, in dem alle freie Öle abgeschieden werden. Der Überlauf des Phasentrennbeckens ist an ein Pufferbecken angeschlossen. Mit diesem Pufferbecken ist der Wasserverbraucher (Waschanlage) über eine Wasseraufbereitungsanlage verbunden, wo Öle, Fette, Feststoffe und teilweise Tenside mittels physikalischen und biologischen Verfahren abgebaut werden. Das gereinigte Wasser wird bei Erfordernis zur Verminderung von Keimzahlen im Brauchwasser mit Ozon, UV-Bestrahlung, Peroxid, chemisch oder mittels anodischer Oxidation behandelt. Das Recyclingwasser muss durch Zuführung von Frischwasser bzw. Regenwasser in der Höhe der Verdunstungs- bzw. Verschleppungsverluste ergänzt werden. Sinnvoller Weise erfolgt die Zuführung vorrangig durch den letzten Spülgang beim Portalrücklauf. Damit wird gleichzeitig die Fahrzeugreinigung erhöht. Anfallendes Überschußwasser kann aus der Betriebswasservorlage dem Kanal zugeführt werden. Bei einem auslegungsgemäßen Betrieb kann durch die Kreislaufführung ein abwasserfreier Betrieb realisiert werden.

Da kein Abwasser dem anderen gleicht, bzw. die Reinigungsprozesse unterschiedliche Wasserqualitäten erfordern, ist eine pauschale Anwendung eines Verfahrens der Wasseraufbereitung nicht zweckmäßig. Unter Beachtung des definierten aktuellen Waschprozesses und den gewünschten Reinigungsqualitäten ist die Auslegung mit verschiedenen Aufbereitungskomponenten (Filtration, Bioreaktor, Entkeimung) vorzunehmen, um eine optimierte und damit eine kostengünstige, effektive Anlagentechnik zu erreichen. Um diese Zielstellung zu ermöglichen, ist es zwingend notwendig, mit dem zukünftigen Betreiber der Anlage die realen Bedingungen vor Ort abzustimmen.

Physikalische Behandlung

Das durch die peripheren Komponenten (Abscheidetechnik) vorgereinigte Brauchwasser wird einer Filteranlage zugeführt, die alternativ mit einem Quarzkiesfilter oder automatischen Rückspülfilter (Filtergewebe) ausgelegt werden kann. Beide Filtersysteme halten feinste Schwebstoffe zum Schutz der Pumpen und Düsen zurück und müssen bei zunehmender Verschmutzung durch einen Rückspülvorgang gereinigt werden. Die Reinigung des Filters verläuft differenzdruckabhängig und zeitgesteuert, so dass ein kontinuierlicher Wasserbetrieb gewährleistet wird. Die Rückspülung kann automatisch bzw. manuell gesteuert werden, die Schmutzfracht wird dem Schlammfang zur Sedimentierung zugeführt.

 

Vollautomatische Kreislaufwasseraufbereitungsanlage

a) Quarzkiesfilter mit Ozonisierung

b) Rückspülfilter mit Filtereinsatz, Ozonisierung und Doppelenthärtung

wasseraufbereitungsanlage a

wasseraufbereitungsanlage b

Vorteile

  • kompakte Bauweise
  • Erzeugung von geruchsneutralem Brauchwasser
  • optimierte Prozessanpassung durch SPS
  • geringer Bedien- und Wartungsaufwand

Biologische Behandlung

Bei der biologischen Abwasserreinigung werden die im Schmutzwasser enthaltenen organischen Stoffe durch die Stoffwechseltätigkeit der Mikroorganismen abgebaut. Durch eine ausreichende Sauerstoffeintragsmenge erfolgt im Bioreaktor der Schadstoffabbau. Eine zeitgesteuerte Umwälzung des Schmutzwassers sichert eine Geruchsneutralität des Brauchwassers in guter Qualität

Entkeimung

Die Recycling-Wasserqualität (Kreislaufwasser) hat bestimmten hygienischen Anforderungen zu entsprechen. Dies bedeutet, dass eine Gesamtkeimzahl nicht überschritten werden sollte. Zum Erreichen der hygienischen Anforderungen entsprechen die Verfahren - UV-Behandlung, Ozonisierung, Zugabe von Peroxid und thermische Behandlung - dem derzeitigen Stand der Technik. Hierbei könnte auch die anodische Oxidation zur Anwendung kommen. Die Auswahl o. g. Verfahren ist in Abhängigkeit der Abwässer aus den Fahrzeugwaschanlagen zu treffen.

Auf Grund unserer Erfahrungen und den erreichten guten Ergebnissen, bieten wir unseren Kunden eine Grundausstattung der Anlagentechnik an, mit der Möglichkeit, einer sinnvollen und kostengünstigen Nachrüstung von Komponenten. Dadurch wird eine optimierte Anlagentechnik unter den realen Einsatzbedingungen kostengünstig ausgelegt.